Evangelische Kirche Kattenvenne

 

 

 

 

Aufgrund des weiten Weges zur Kirche in Lienen strebte die frühere Bauerschaft Kattenvenne, die sich durch den eigenen Bahnhof 1870/71 allmählich zu einem Dorf vergrößerte, den Bau einer eigenen Kirche an. Das Backsteingebäude auf einem Sandsteinsockel entstand 1888 in neogotischem Stil.

Nach und nach wurde die Kirche vervollständigt. 1889 kamen zwei Gussstahlglocken hinzu, 1895 konnte durch Spenden der Gemeindemitglieder das flachere Pyramidendach des Turms durch den spitzen, schiefergedeckten Helm ersetzt werden. Darunter wurde eine Reihe Tonziegel mit modifizierten gotischen Dreiblättern gesetzt. 1897 erhielt der Turm eine Uhr. 

 

 

1889 wurde Kattenvenne als selbständige Kirchengemeinde von Lienen abgetrennt. In diesem Jahr kamen die Kronleuchter in die Kirche. 1894 spendeten die Kattenvenner Pfarrer ein Taufbecken aus Eiche mit einer versilberten Taufschale.

 

 

 

 

Im selben Jahr wurden auch die Chorbank vergrößert und eine Eichenkanzel sowie 40 Kirchenbänke aus Tannenholz angeschafft. Die Kirche ist ähnlich der ev. Kirche in Ladbergen konzipiert als in den Dachstuhl geöffneter Saal mit eingezogenem Chor. 1890/91 kam die Orgelempore aus Tannenholz hinzu (erweitert 1938).

 

 

Anbau

1913 war die Gemeinde so angewachsen, dass ein Anbau für die Konfirmandenarbeit erforderlich wurde. Durch Falttüren kann der Anbau zum Gottesdienstraums hin geöffnet werden und diesen vergrößern. Diese Funktionen werden auch heute noch genutzt. Die Türen erhielten eine Bleiverglasung mit rhombenförmigen  Elementen.

 

 

 

Fenster

Die Glasmalereianstalt Anton von der Forst (Münster) schuf bauzeitlich die Bleiverglasung mit Sternen im Schiff und Blütenmuster in den Chorfenstern, während die Turmfenster später entstanden. Hilde Ferber entwarf um 1955 in der Turmhalle das einzige Motivfenster („Jesus stillt den Sturm“, Mt 8,23-27)

 

 

Orgel

Rohlfing, Osnabrück, baute 1892 das einmanualige, pneumatische Instrument. Kriege und Inflation verhinderten geplante Umbauten, so dass die Orgel bis heute fast unverändert erhalten ist. Lediglich die Zinnpfeifen, die 1917 abgeliefert werden mussten, wurden danach durch Zinkpfeifen ersetzt.

 

 

 

Auf Wunsch können Sie bei uns eine Kirchenführung planen:

Ansprechpartner sind unser Küster Herr Dietmar Bosse und Frau Christel Rotsch (Tel. 05484 494)

 

 

 

 

 

Evangelisches Gemeindehaus

 

 

 

 

Das Gemeindehaus kann auch für private Veranstaltungen gemietet werden.

Siehe: Nutzungsgebühren

 

Pfarrhaus

 

 

Altes Pfarrhaus (bis 1978)

 

 

 

Neues Pfarrhaus

 

 

 

 

 

 

Pfarrhaus, Gemeindehaus, Kindergarten

 

 

 

Friedhofshalle