Gebete

 

Gebet besteht nicht in dem Bemühen, Gott zu erreichen, sondern darin, unsere Augen zu öffnen und zu erkennen, dass wir schon bei ihm sind.

 

Gott, ich habe lange nicht gebetet. Ich weiß gar nicht, ob ich es noch kann. Dabei habe ich so viel auf dem Herzen. Ich kann es keinem sagen außer Dir. Bitte, hör mich an. Ich weiß, dass Du da bist. Du kannst mir einen Weg zeigen, Gott, und ich bitte dich, dass du es tust. Amen

Gott, ich möchte beten, doch es fällt mir schwer. Ich rufe Dich, doch ich weiß nicht, ob Du mich hörst. Gibt es Dich wirklich? Interessierst Du Dich für mich? Lass mich spüren, dass Du da bist. Ich möchte an Dich glauben. Hilf mir, Gott. Amen.

 

Gott, alle reden auf mich ein. In der Schule soll ich mich mehr anstrengen. Zu Hause kann ich es keinem recht machen. Meine Freunde machen Witze über mich. Keiner nimmt mich ernst. Warum kann ich nicht so sein, wie ich bin? Gott, ich wünsche mir, dass Du mich verstehst. Lass mich nicht allein. Amen.

 

Gott, ich danke Dir für den neuen Morgen, für alles, was vor mir liegt. Ich kann in den Tag gehen in der Gewissheit, dass Du mich begleitest. Wie schön ist das! Amen

 

Gott, Licht unseres Lebens, wir danken Dir für alles, was in unserem Leben hell, warm und schön ist. Wir bitten dich: Hilf uns in Deinem Licht zu erkennen, wo wir auf dem falschen Weg sind und wo auf dem richtigen. Wenn es der falsche ist, gib uns Einsicht und hilf uns, dass wir uns ändern. Wenn es der richtige ist, so mach uns dessen gewiss. Amen

 

Herr da ist der andere, mit dem ich mich nicht verstehe. Er gehört Dir, du hast ihn geschaffen, Du hast wenn nicht so gewollt, ihn so gelassen, wie er eben ist. Wenn Du ihn trägst, mein Gott, will ich ihn auch tragen und ertragen, wie du mich trägst und erträgst. Amen

 

Mein Gott, das war ein Tag voller Unruhe. Ich bin einfach nicht dazu gekommen, an Dich zu denken. Ich bin völlig erschöpft. Lass mich heute Nacht gut schlafen. Amen.

 

Ich glaube, dass ich von Gott nicht vergessen bin. Ich glaube, dass er mir in allen Lebenslagen nahe sein will und dass er auch dann an mich denkt, wenn ich es nicht spüre. Ich glaube, dass Gott men Leben in der Hand hält. Er hat es mir gegeben. Er will es bewahren und zu seinem Ziel führen. Herr, ich danke Dir dafür! Amen

 

Mein Gott, die Krankheit hat mir meine Sicherheit genommen. Bisher hatte ich Boden unter den Füßen. Mein Leben habe ich selbst in der Hand, dachte ich. Jetzt entgleitet mir alles. Ich meine zu fallen. Gib du mir Halt, sei meine Sicherheit, trage mich. Ich verlasse mich auf dich, meinen Gott. Amen

 

Gott, ich bitte Dich für den Erdboden, auf dem wir leben, die Luft, die wir atmen, für das Wasser, das wir trinken, für den Wald, den wir lieben, für die Blumen, an denen wir uns freuen, für die Tiere, die leben wollen wie wir. Lass die Natur nicht kaputt gehen. Lass uns aufwachen, ehe es zu spät ist Lass uns alles tun, was wir können, um die Schöpfung zu bewahren. Amen.

 

Herr, unser Gott, wir möchten dich heute nicht so sehr um etwas bitten. Sondern wir beten zu Dir, dass Du unsere Augen für das öffnest, was Du uns schon längst geschenkt hast. Für das, was wir übersehen haben, und für die glücklichen Augenblicke in unserem Alltag sagen wir dir Dank. Amen

 

Herr, ich brauche Deine befreiende Liebe, damit ich mich nicht verfange in den eigenen Problemen, Fragen und Ängsten. Gib mir die Kraft, aus dem Glauben zu leben und anderen Mut zu machen, den gleichen weg zu gehen. Amen

 

Gott, unser Vater! Du bist in Jesus, Deinem Sohn, unserem Bruder, zu uns gekommen und bleibst unter uns. Bevor wir mit unseren Sorgen zu Dir gehen, bist Du uns schon nahe. Bevor wir unsere Bitten aussprechen, hast Du uns schon verstanden. Wie schön ist das! Darum lass uns getrost in den Tag gehen. Amen.

 

Herr Jesus Christus, Du bist am Kreuz gestorben, um uns den Frieden zu bringen. Nun ist Friede zwischen dir und uns. Du bist auferstanden, um uns Freiheit und Freude anzusagen. Dennoch gibt es viel Fried- und Freudlosigkeit in der Welt. Hilf uns, mutiger zu bekennen, dass Du mit uns bist in allem, was kommt. Amen

 

Mein Gott, ich danke Dir, dass ich Dich erfahren kann in Deinem Wort, im Gottesdienst, in Liedern und Musik, in der Gemeinschaft mit anderen. Mein Gott, ich danke Dir, dass ich spüren kann, dass du es gut mit uns meinst. Amen

 

Gott, hilf uns, Deine Menschenfreundlichkeit weiter zugeben. Schenke uns die Einsicht, wo wir die bestehenden Verhältnisse akzeptieren sollten und wo wir um des Lebens willen Widerstand leisten müssen. Schenk uns, dass wir uns nach Deiner Liebe ausrichten. Amen

Gott des Lebens, ich bitte Dich um Licht für alle Menschen. Um Frieden bitte ich Dich für eine friedlose Welt, um Erbarmen für eine Welt des Hasses und der Armut der Herzen. Sei uns nahe, damit wir Dir nahe sind. Heile uns, geleite uns, segne uns, damit wir ein Segen sind für diese Welt. Amen

 

Gott, zu dir rufe ich! In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht; ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht; ich bin kleinmütig, aber bei Dir ist die Hilfe; ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede; in mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld; ich verstehe Deine Wege nicht, aber Du weist den Werg für mich. Amen

 

Gott, ich danke dir für alles, was mich froh macht. Für meine Familie, in der ich geborgen bin, für meine Freunde , die zu mir halten, für die Natur, die mich umgibt, für all die vielen Kleinigkeiten, die das Leben schön machen. Gott, ich danke Dir, dass du mir das alles schenkst. Amen

 

Gott sei mit dir beim Anbruch eines neuen Morgens, dass du erwartungsvoll dem entgegenblickst, was dir dieser Tag abverlangt und was er dir schenken will.

 

Der Herr beschenke dich mit der Behutsamkeit seiner Hände, mit dem Lächeln seines Mundes, mit der Wärme seines Herzens, mit der Güte seiner Augen, mit der Freude seines Geistes, mit dem Geheimnis seiner Gegenwart.

 

So spricht Gott zu dir: Du bist gesegnet. Ich gebe dir meinen Geist. Ich mache dich stark, zu wirken und zu lieben. Geh nun und tu, was die Liebe dir zeigt. Ich werde bei dir sein, diesen ganzen Tag.

 

Es liegt an dir, welche Spuren du hinterlässt. Du bist eine Möglichkeit Gottes. Mach dich nicht selbst klein. Du musst den letzten schritt nicht gehen. Jesus Christus ist ihn für dich gegangen. Aber deinen Weg solltest du gehen.

 

 

Kontakt:           Pfarrerin Verena Westermann, Tel. 05484 96017